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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

16.11.2017* 

15.11.2017*

Brent
 

USD/Fass
 

62.07

61.62

Gasöl fob Rotterdam 
 

USD/Tonne
 

557.50

552.00

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9902

0.9866


 

 

Marktlage vom 16.11.2017 (Quelle Futures Service)  

Allmählich zieht das bevorstehende OPEC Meeting den Markt in seinen Bann. In zwei Wochen soll die Entscheidung über eine Verlängerung der Produktionskürzungen fallen, die ansonsten Ende März 2018 auslaufen. Trader haben eine Verlängerung weitestgehend bereits eingepreist. Russischen Unternehmen und sicherlich auch einigen OPEC Mitgliedern ist eine Entscheidung vier Monate vor Ende des Deals allerdings eventuell zu früh. Sollte die Entscheidung vertagt werden, nehmen Marktteilnehmer voraussichtlich Gewinne aus Long-Positionen mit, sodass der Ölpreis in diesem Fall massiv abzurutschen droht. Entsprechend wird die Volatilität an den Märkten in den kommenden 14 Tagen zunehmen, was die Preise unberechenbarer macht.

Schwierig macht es vor allem die unterschiedliche Datenlage. Die OPEC schätzt das globale Nachfragewachstum in ihrem letzten auf ca. +1,5 Mio. B/T. Das Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder auf +0,9 Mio. B/T, sodass sich die Marktlage um etwa 0,6 Mio. B/T im Vergleich zu 2017 verknappen würde. Demnach wäre eine Verlängerung der Produktionskürzungen bis Jahresende oder mit dem gleichen Volumen eigentlich nicht unbedingt notwendig, um einen ausgeglichenen Markt zu generieren. Die OPEC eigene Datenlage spricht daher gegen eine volle Verlängerung der Produktionskürzungen bis Ende 2018.

Die IEA hingegen geht für 2018 von einem Nachfragewachstum 2018 von nur +1,3 Mio. B/T aus. Die Ölproduktion von Nicht-OPEC Ländern sollte um +1,4 Mio. B/T zulegen, sodass der Markt – auch mit OPEC Kürzung - weniger knapp als in 2017 gesehen wird. Die unterschiedliche Datenlage macht die Beurteilung der Marktlage alles andere als einfach, weshalb die OPEC und Nicht-OPEC Länder tatsächlich zu einer Vertagung der Entscheidung oder einer Verlängerung zunächst nur um 3 Monate tendieren könnten, damit man etwas mehr Zeit gewinnt um die Marktentwicklung zu beaobachten.

Eine Gegenbewegung wie gestern ist nach einem massiven Preisrutsch nicht unüblich. Da die Aufwärtsreaktion gestern allerdings erst am Abend erfolgte und der Euro/Dollar-Kurs seine Tagesgewinne wieder abgab, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute ersteinmal moderate Preissteigerungen für Heizöl, Diesel und Benzin an.

Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.