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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

18.04.2018* 

17.04.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

72.11

71.58

Gasöl fob Rotterdam 
 

USD/Tonne
 

632.50

628.00

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9685

0.9637


 

 

Marktlage vom 18.04.2018 (Quelle Futures Service)  


 Das geopolitische Risiko bezüglich Syrien hat sich seit den Luftangriffen der USA vom Wochenende etwas verringert, nachdem die Gegenschläge Russlands ausblieben. Zum Wochenauftakt gab es daher Potenzial für Gewinnmitnahmen, die nun offenbar umgesetzt wurden und die Preise zeitweise belasteten. Dennoch bleiben die Spannungen im Nahen Osten weiter groß, sodass eine stärkere Korrektur nach unten gestern nicht möglich war.

Im Blickpunkt der Marktteilnehmer nun vor allem der Iran, dem die USA schon seit längerem mit neuen Sanktionen droht. Die Regierung von US Präsident Donald Trump könnte am 12. Mai die Sanktionserleichterungen, die man mit dem Atomdeal von 2015 zugesagt hatte, (teilweise) aufheben. Werden die Sanktionen gegen Teheran wieder verschärft, könnte dies die Ölexporte des Landes treffen oder gar zu einem Ende des Atomabkommens führen, was die Spannungen in der Region dramatisch zuspitzen könnte.

Zusammen mit der immer weiter und zeitweise rasant sinkenden Ölproduktion Venezuelas sind das derzeit die größten Risiken auf der Seite des Ölangebots. Gestern erst warnte der Chef der IEA vor der sinkenden Ölförderung Venezuelas, mahnte die OPEC gleichzeitig aber auch vorsichtig zu sein, was sich diese wünsche. Ein zu hoher Ölpreis würde die Ölförderung außerhalb des Kartells rasant steigen lassen sei damit langfristig eine Gefahr für das Marktgleichgewicht.

Die Unsicherheiten am Markt sind trotz der rasant steigenden US Ölförderung mit Blick auf Venezuela und den Iran groß. Das geopolitische Risiko bei derzeit sinkenden Ölbeständen halten die Ölpreise auf hohem Niveau. Damit ist eine Art Pattsituation entstanden, in der die Risiken des Angebots umfangreiche Abwärtsbewegungen, die steigende US Ölförderung wiederum Aufwärtstests begrenzt.

Kurzfristig werden die Trader nun aber vor allem auf die US Ölbestandsdaten des DOE von heute Nachmittag warten, bevor am Freitag dann ein Treffen des JMMC (Joint Ministerial Monitoring Committee) der OPEC stattfindet. Von dem Meeting ist allerdings nicht unbedingt zu erwarten, dass hier ein langfristiger Plan besprochen wird, wenngleich es immer das Potenzial für Überraschungen gibt.

Mit den Zahlen des API zogen in der Nacht vor allem die Rohölpreise an. Die Preise für Gasoil blieben vergleichsweise weich. Die starken Preisnachlässe, die sich zum Teil schon gestern angekündigt hatten, wird es zwar nicht unbedingt geben, jedoch deuten sich für den Moment weitere Preisnachlässe bei den rechnerischen Inlandspreisniveaus an.


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.