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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

16.08.2018* 

15.08.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

71.30

70.90

 

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

642.50

641.50

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9926

0.9934


 

 

Marktlage vom 16.08.2018 (Quelle Futures Service)  


Am Markt geht bereits seit Monaten die Sorge um, dass sich das globale Wirtschaftswachstum und damit auch die Ölnachfrage durch den internationalen Handelsstreit zwischen den USA und anderen Ländern abkühlen könnte. Erste Anzeichen gibt es bereits, denn das Handelswachstum hat sich seit Januar knapp halbiert. Besonders in Asien, dem stärksten Wachstumsmarkt für Ölnachfrage, gebe es bereits Anzeichen, wonach das Nachfragewachstum abnimmt, so Analyst Gene MacGillian von Tradition Energy.

Auch die Krise in der Türkey ging zuletzt nicht spurlos am Ölmarkt vorüber. Der in diesem Zusammenhang anziehende Dollar verteuert das in Dollar gehandelte Öl für viele Abnehmerländer, die dann weniger des Rohstoffes nachfragen und wodurch deren BIP Wachstum sich verlangsamt. Dies wiederum beeinflusst den Ölbedarf nochmals negativ, sodass es hier zu Zweitrundeneffekten kommen kann. Entsprechend ist die internationale Konstellation so, dass Trader zunehmend von einer Verlangsamung des Ölnachfragewachstums ausgehen.

Das Libyen seine Ölproduktion wieder auf 1 Mio. B/T und damit um etwa 0,33 Mio. B/T zu Juli hat steigern können, während die OPEC auch insgesamt die Einhaltung der Anfang 2017 eingeführten Quoten gelockert hat und Russland seine Förderung anhebt, sorgt im Gesamtkonzept nicht gerade dafür, dass die Ölpreise zulegen. Die Bestandsaufbauten bei den US Ölvorräten, in Verbindung mit einer gestiegenen Rohölförderung gestern, tragen ihr Übriges zu einer bearishen Stimmung bei. Die US Rohölvorräte sind mit 414 Mio. Barrel übrigens zum ersten Mal seit mehreren Monaten wieder über das 5 Jahres Durchschnittsniveau gestiegen.

Auch wenn die fundamentale Konstellation nun erst einmal für weichere Preise spricht, so bleibt das Problem der US Sanktionen gegen den Iran bestehen, mit denen sich die Versorgungslage spätestens ab November wieder verschlechtern dürfte. Zudem bremst die Meldung, dass China und die USA im Handelsstreit wieder das Gespräch suchen, das Abwärtspotenzial. Eine Einigung könnte zumindest einen Teil der Nachfragesorgen beenden und die Ölpreise wieder stützen.

Die Futures an der ICE kommen von den Tiefstständen aus der Nach zurück, bleiben im Vergleich zu gestern aber noch deutlich unter den Nachmittagswerten. Der Euro/Dollar-Kurs zieht in den Morgenstunden an und macht Ölimporte für Europa günstiger. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher weiter Preisnachlässe zu gestern Vor- und Nachmittag an.

Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.