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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

05.12.2019* 

04.12.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

63.21

61.21

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

579.50

571.25

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9892

0.9856


Marktlage vom 05.12.2019 (Quelle Futures Service)

Das DOE bestätigte am Mittwochnachmittag von der Tendenz her die Erwartungen der Analysten und die Zahlen des API in Bezug auf die Bestandsveränderungen in den USA. Allerdings zeigte die DOE-Statistik für die Woche zum 29. November einen noch stärkeren Rückgang der landesweiten Rohölbestände als die des API.

in Mio Barrel

Rohöl

Destillate

Benzin

Raffinerie

Cushing

Erwartung: 03.12.

-1,5

+0,4

+1,1

+0,9%

API: 03.12.

-3,7

+0,8

+2,9

-0,3

DOE: 04.12.

-4,9

+3,1

+3,4

+2,6%

-0,3


Vor allem der starke Anstieg der Rohölnachfrage der Raffinerien, deren Auslastung in der aktuellen Berichtswoche deutlich zunahm, trug zu den starken Bestandsabbauten in dieser Kategorie bei. Die höhere Raffinerieauslastung ist für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich, da sich die Raffinerien mit einer gesteigerten Produktion auf die Winternachfrage einstellen. Diese sank zwar gerade in der für die Wintersaison relevanten Kategorie der Destillate (zu der auch Heizöl gehört), insgesamt blieb die US-Produktnachfrage in der vergangenen Woche mit 21,1 Mio. B/T jedoch weiterhin robust.

Der Fokus liegt nun auf den Treffen der OPEC und des OPEC+ Bündnisses. Den Hoffnungen auf Kürzungen zusätzlich zu den bisher vereinbarten 1,2 Mio. B/T wurde am Mittwochabend ein Dämpfer versetzt. Der irakische Ölminister Thamir Ghadhban, der diese Möglichkeit Anfang der Woche ins Spiel gebracht hatte, ruderte wieder zurück und erklärte stattdessen am Mittwoch, er bevorzuge eine Verlängerung der derzeitigen Maßnahme um neun Monate, also bis Ende 2020. Zu einem starken Preisrutsch an den Ölbörsen führte dies jedoch nicht, vermutlich, weil der Vorschlag zusätzlicher Produktionskürzungen vom Irak, der seine Ölproduktion seit der Vereinbarung der Kürzungen im Dezember 2018/Januar 2019 sogar gesteigert hat, von vielen Marktteilnehmern ohnehin nicht als wirklich glaubwürdig eingestuft wurde. 

Ebenso fragwürdig die Drohung Saudi-Arabiens, die eigene Produktion wieder anzuheben, sollten die Partner aus dem OPEC+ Bündnis nicht endlich alle die vereinbarten Produktionsgrenzen einhalten. Schließlich liegt gerade Saudi-Arabien viel daran, die Preise zu stabilisieren, um letztlich auch beim teilweisen Börsengang des staatlichen Unternehmens Saudi Aramco eine gute Bewertung für das Unternehmen und seine Anteilsscheine zu erhalten.

Auch wenn das Thema Handelsgespräche in dieser Woche aufgrund der Produzententreffen in Wien etwas in den Hintergrund gerückt ist, scheint es hier weiterhin täglich Meldungen zu geben, die mal bullish, mal bearish wirken. Nachdem US-Präsident Trump am Dienstag mitteilte, er habe kein Problem damit, wenn es erst nach den Präsidentschaftswahlen ein Handelsabkommen mit China geben sollte, sagte er am Mittwoch, die Gespräche verliefen „sehr gut.“

Zudem hieß es, die USA und China hätten sich bei der Frage, wie viele Strafzölle in einem ersten Teilabkommen aufgehoben werden sollen, mittlerweile angenähert. Die Unterzeichnung eines solchen Teilabkommens noch vor Jahresende könnte den Ölfutures noch einmal deutlichen Schub geben, da damit die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage deutlich nachlassen würden.

Der Handel dürfte heute volatiler sein als üblich, denn den ganzen Tag über dürften Meldungen vom JMMC-Meeting und der OPEC-Vollversammlung eintrudeln. Derzeit handeln die Ölfutures leicht unterhalb der Hochs von Mittwoch, allerdings immer noch deutlich über den Niveaus von Mittwochvormittag. Der EUR/USD blieb am frühen Donnerstagmorgen in einer engen Spanne. Daher deutet sich bei den rechnerischen Indlandspreisen laut unserem RPI noch leichtes Aufwärtspotenzial zu gestern Vormittag an.

Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.



 

 

 

 


 


 


 

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