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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

21.02.2019* 

20.02.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

66.97

66.37

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

618.25

610.50

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

1.0017

1.0011

 

Marktlage vom 21.02.2019 (Quelle Futures Service)  

Die Produktionskürzungen der OPEC sind weiterhin der Hauptgrund für die zuletzt immer wieder steigenden Ölpreise. Die Situation in Venezuela hat die Verfügbarkeit ebenfalls nicht weiter verbessert, wobei es vor allem bei den schweren und sauren Rohölsorten Versorgungsprobleme gibt, die die Rohölpreise nach oben ziehen.

Eine deutlich stärkere Rallye wurde bisher durch die eingetrübten globalen Wachstumserwartungen verhindert, die auf eine Verlangsamung des Ölnachfragewachstums hinweisen. Aber auch die US Rohölförderung legt weiter kräftig zu, sodass die EIA ihre Zahlen in den letzten Monaten immer wieder deutlich nach oben anpassen musste. Aus den USA kommt damit vermutlich mehr Öl auf den Markt als bisher gedacht, was das Aufwärtspotenzial der Ölpreise begrenzt.

Auch Brasilien könnte in diesem Jahr einen bedeutenden Schritt bei der Produktionssteigerung machen, nachdem man eine von vier großen Förderinseln bereits in Betrieb genommen hat. Im Auge zu behalten ist auch Libyen, wo die Ölfelder Sharara und El Feel mit einer gemeinsamen Kapazität von knapp 400.000 B/T bald hochgefahren werden könnten. Die Knappheiten, die man aktuell am Markt sieht, sind durchaus real, wenngleich auch künstlich herbeigeführt. Der Markt ist dieses Jahr unberechenbar, denn mit Libyen, der US Schieferölindustrie und Brasilien gibt es auch noch großes Potenzial für eine deutliche Produktionssteigerung.

Sollte es darüber hinaus der Opposition in Venezuela noch gelingen die Kontrolle über den Ölkonzern PdVSA zu bekommen und Maduro aus dem Amt zu entheben, dann werden die US Sanktionen gegen das Land vermutlich wieder aufgehoben. Auch wenn die Nachfrage zu Jahresmitte zunimmt und sich mit den massiven Kürzungen der OPEC Länder dann sogar eine Unterversorgung ergeben könnte, besteht so durchaus auch die Möglichkeit, dass sich die Versorgungslage plötzlich wieder entspannt.

Generell wird die Versorgungslage unter den aktuellen Konditionen jedoch als "knapp" eingestuft. Die Futures an den Ölbörsen bleiben daher weiter im Bereich der Jahreshochs von gestern, womit sich bei den Inlandspreisen entsprechend deutliche Preissteigerungen


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.