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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

18.01.2018* 

17.01.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

69.24

69.36

Gasöl fob Rotterdam 
 

USD/Tonne
 

610.50

614.00

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9634

0.9632


 

 

Marktlage vom 18.01.2018 (Quelle Futures Service)  



Die jüngsten charttechnischen Signale hatten zuletzt für eine Instabilität im bestehenden Aufwärtstrend gesorgt. Die große Abwärtskorrektur, die einige am Markt erwarten, bleibt allerdings noch aus. Im Bereich der 70 Dollar Brent treffen spekulative Käufer vermehrt auf Hedgings von Produzenten. Dies könnte schließlich zu einem Kollaps am Markt führen, wenn die rekordverdächtige Netto-Long-Position mit Verkäufen glattgestellt wird. Die Rallye der letzten Wochen und Monate bildet damit das Potenzial einer heftigen Korrektur, sobald es den bullish orientierten Tradern nicht mehr gelingt die Preise weiter nach oben zu treiben.

Der Markt gilt mittlerweile für viele als überhitzt, sodass nicht wenige mit der Korrektur rechnen. Vor allem von der US Ölförderung erwartet man einen kräftigen Schub in diesem Jahr. Im kommenden Monat soll die USA die 10 Mio. B/T Marke knacken und auf absehbare Zeit sogar zum größten Ölproduzenten der Welt aufsteigen. OPEC und Nicht-OPEC Länder könnten daher eventuell im Sommer einen Ausstieg aus den 2016 beschlossenen Produktionskürzungen einleiten. Analysten der Commerzbank halten den Zeitpunkt für eine solche Entscheidung jetzt allerdings noch für zu früh.

Die zunehmende US Ölproduktion bedeute, dass die OPEC keinerlei Spielräume hat die eigene Ölförderung anzuheben. Das Angebot werde dann nur noch weiter zunehmen, so deren Fazit. Sollte die Ölproduktion der USA und anderer Länder in den kommenden Monaten wie erwartet steigen, bleibt der OPEC kaum etwas anderes übrig, als die Förderkürzungen fortzusetzen. Ein Ausstieg würde das Überangebot lediglich höher ausfallen lassen und zu einem Preiseinbruch führen.

Marktteilnehmer warten nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE, während die bullishen Zahlen des API von gestern Nacht ebenso wie die Ankündigung neuer Anschläge auf Nigerias Ölproduktion stützt. Am frühen Morgen bleiben die Ölpreise an ICE und NYMEX zu gestern Mittag vergleichsweise fest und kündigen für Heizöl und Diesel damit leichte Preissteigerungen an. Bei Benzin gibt es dazu aktuell vergleichsweise mehr rechnerisches Aufwärtspotenzial bei den Inlandspreisnotierungen.


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.