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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

15.08.2019* 

14.08.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

59.09

 60.67

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

566.50

577.50

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9733

0.9744


Marktlage vom 15.08.2019 (Quelle Futures Service)  

Hatte die Verschiebung der Strafzölle gegen China die Ölpreise am Dienstag noch kräftig gestützt, so bleibt die Angst vor einem schwachen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Sorge eines schwächeren Ölnachfragewachstums allgegenwärtig. Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um -0,1% und die Industrieproduktionen der Eurozone nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls stark ab.

Auch in China läuft es nicht rund. Industrieproduktionen und Einzelhandelsumsätze blieben im Juli deutlich hinter den Vormonatswerten zurück. China macht einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, sodass die schwachen Zahlen von dort ebenso, wie die Daten aus Deutschland, als Warnsignal gesehen werden, die auf eine Rezession in den Industrieländern hindeutet. On top kommt noch die invertierte US Zinskurve, was bedeutet, dass Zinsen auf lang laufende Staatsanleihen niedriger sind als solche mit kurzer Laufzeit. Es ist das erste mal seit 2007, dass dieses Phänomen auftritt. Es folgte schließlich die Finanzkrise 2008/09. Experten deuten diese Entwicklung als ein Warnsignal für eine anstehende Rezession.

"Die Daten aus China, die sich potenziell zusammenbrauende Rezession in Deutschland, all das schürt die globalen Nachfragesorgen", so Phil Flynn, von der Price Futures Group, der warnt: "Heute sind wir wieder im Angstmodus." Auch wenn die US Ölbestandsdaten gestern sowohl bullishe als auch bearishe Elemente beinhalteten, so sind US Rohölaufbauten an einem Tag an den die Rezessionsängste spürbar zunehmen, nie ein gutes Zeichen. In einer solchen Konstellation halten sich Trader mit Long-Positionen zurück, sodass Käufe fehlen und schließlich der Verkaufsdruck Oberhand gewinnt. Mark Waggoner von Excel Futures spricht sogar davon, dass unter den Marktteilnehmern gestern regelrechte Panik ausgebrochen sei.

Saudi-Arabien hatte in der letzten Woche schon angekündigt, dass man sich gegen einen weiteren Verfall der Ölpreise mit allen Mitteln stemmen will. Damit sind in erster Linie natürlich Produktionskürzungen der OPEC und seiner verbündeten gemeint. Experten gehen jetzt schon davon aus, dass 2020 eine deutliche Überversorgung entstehen dürfte, sodass die OPEC vermutlich nicht umhinkommt, die bis Ende März 2020 laufenden Produktionskürzungen zu verlängern und eventuell sogar noch einmal zu intensivieren. Bisher halten sich die übrigen Länder mit solchen Äußerungen zurück, zumal sich beispielsweise Russland schon schwer tat die jetzigen Kürzungen mitzutragen.

In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Versorgungslage wieder etwas knapper eingeschätzt. So lange die Rezessionsängste aber bestehen bleiben und eine Eskalation mit Iran oder andere unerwartete Vorkommnisse auf Angebotsseite ausbleiben, ist eine längere Preisrallye auf absehbare Zeit auszuschließen. Trader werden sich mit spekulativen Long-Positionen zurückhalten, da man für 2020 – insbesondere für die erste Jahreshälfte - eine starke Überversorgung annimmt.

Die Futures haben sich heute Morgen zwar stabilisiert, bleiben aber unter den Niveaus von gestern Mittag. Der schwächere Euro/Dollar-Kurs reduziert zwar das Abwärtspotenzial, letztlich deuten sich bei den Inlandspreisen im Vergleich zu den gestrigen Erhebungen deutliche Abwärtspotenziale an.


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.



 

 

 

 


 


 


 

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