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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

10.12.2018* 

07.12.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

59.51

61.67

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

576.50

587.25

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9879

0.9987


 

 

Marktlage vom 10.12.2018 (Quelle Futures Service)  



Der OPEC Deal am Freitag hat die Preise klar gestützt, doch eine massive Rallye löste dies bisher nicht aus. Mit einer Kürzung um 1,2 Mio. B/T hat man den erwarteten Minimalkonsens von 1 Mio. B/T leicht übertroffen, doch zum einen hat Russland bereits angekündigt, dass man die Reduzierung nicht sofort umsetzen werde und zum anderen haben Experten Zweifel, ob die Kürzung ausreichen wird, um eine Überversorgung in 2019 zu verhindern.

Die Kürzung sei ausreichend um die Sorgen eines Ungleichgewichtes im Markt entgegenzutreten, aber eventuell nicht genug um Bestandsaufbauten Anfang 2019 komplett zu verhindern, so Harry Tchilinguirian, von BNP Paribas. Für Analyst Robert McNally, von der Rapidan Energy Group, komme es nun darauf an, wie groß der sich abzeichnende Angebots "Tsunami" ausfalle. Die Kürzung sei aber nicht annähernd ausreichend genug um große Bestandsaufbauten im kommenden Jahr zu verhindern. Trump und Putin hätten umfangreichere Kürzungen verhindert, sodass zwar ein Boden im Markt etabliert wurde, der allerdings unscharf sei, so McNally's Einschätzung.

Die Laufzeit des Abkommens ist bia April ungewöhnlich, denn normaler Weise trifft man Vereinbarungen für ein halbes Jahr – Mai/Juni und November/Dezember. Nun zieht man das nächste Treffen vor und wird sich also im April zur nächsten turnusmäßigen Runde zusammenfinden. Ob dies nun bedeutet, dass man den Zeitraum zwischen den Treffen grundsätzlich verkürzt, ist nicht klar. Allerdings könnten die Kürzungen Kanadas um 325.000 B/T ab Januar sowie die Ausnahmeregelungen der US Sanktionen gegen den Iran bei der Ansetzung des Termins eine Rolle gespielt haben.

Im Frühjahr sollen die Kürzungen Kanadas von 325.000 B/T auf 95.000 B/T zurückgefahren werden und die Ausnahmen der US Sanktionen für 8 Länder gelten nur für 180 Tage. Damit laufen die im November genehmigten Regelungen offiziell im April aus, sollten diese nicht verlängert werden. Beides kann natürlich einen erheblichen Effekt auf die Verfügbarkeit von Rohöl haben, weshalb das Kartell wohl auf die zu erwartenden Veränderungen reagieren will.

Unterdessen entspannt sich die Versorgungslage im Inland mit den Niederschlägen weiter. Die Pegel des Rhein befinden sich nun schon seit einer Woche auf einem Niveau, dass eine Schifffahrt mit voller Beladung zulässt. Die Verfügbarkeit im Inland ist damit erheblich besser geworden, sodass auch die Aufschläge allmählich wieder sinken. Im Süd Westen wurden in der letzten Woche bei Heizöl etwa -5,33 Euro/100l und bei Diesel sogar -9,36 Euro/100l an Aufschlägen ausgepreist. In der Region Süd sind es -2,13 bzw. -2,88 Euro/100l und im Norden immerhin -2,14 bzw. -1,68 Euro/100l. Die Tendenz dürfte sich mit den weiter guten Pegelständen auch in dieser Woche fortsetzen.

Da die Ölpreise an der ICE und NYMEX mit der beschlossenen Produktionskürzung der OPEC erst einmal ihre Kursgewinne halten, zeichnen sich – trotz des etwas festeren Euro/Dollar-Kurses – für das Inland rechnerisch dennoch moderate Preissteigerungen an. Werden die Aufschläge im Inland allerdings weiter ausgepreist, belastet dies die Inlandspreise.


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.