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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

21.10.2019* 

17.10.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

58.83

59.16

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

583.00

587.25

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9852

0.9930


Marktlage vom 21.10.2019 (Quelle Futures Service)

Die Effekte der Stürme von letzter Woche waren nur temporär und werden am Markt mittlerweile nicht mehr berücksichtigt. Tropensturm Nestor bewegte sich wie erwartet schnell über den Golf von Mexiko hinweg und hat sich mittlerweile über der US Ostküste weitestgehend aufgelöst, wenngleich es dort aktuell heftige Regenfälle gibt. Durch den Sturm verursachte Produktionsausfälle im Golf von Mexiko sind nicht bekannt.

Das schwache Wirtschaftswachstum Chinas bereitet den Händlern weiterhin Sorgen. Das Land, dessen Wirtschaft für den Großteil des weltweiten Ölnachfragewachstums verantwortlich ist, kann an die erfolgreichen letzten Jahrzehnte wohl nicht mehr anknüpfen. Der IWF rechnet damit, dass das Wachstum weiter abnehmen und sich auf einem niedrigeren Niveau einpendeln wird. Vor allem der Handelsstreit mit den USA belastet das Wachstum Chinas sowie das der ganzen Welt. Ein Abkommen scheint in den kommenden Wochen zwar möglich, doch bleiben die bisherigen Strafzölle wohl bestehen, sodass es zu keiner wirklichen Entlastung kommt.

Ohne dies wird das Ölnachfragewachstum 2020 weiter niedrig ausfallen. Trader und Analysten rechnen daher mit einer massiven Überversorgung, sollte die OPEC nicht mit einer umfangreichen Produktionskürzung beim Meeting im Dezember gegensteuern. Der Generalsekretär des Kartells deutete eine solche Maßnahme zwar an, doch Daten deuten darauf hin, dass die OPEC+ Gruppe in der ersten Jahreshälfte zwischen 0,7 und 1,5 Mio. B/T zusätzlich vom Markt nehmen müsste, um diesen auszugleichen. Und Russland hielt sich bisher noch nicht einmal an die bisherigen Vereinbarungen, förderte das Land im September doch mit 11,25 Mio. B/T über seiner Quote von 11,19 Mio. B/T (17.10.2019 Russland nähert sich seiner OPEC+ Quote).

Leichter wird die Situation auch nicht unbedingt durch neue Kommentare aus Kuwait. Hier sieht man die Möglichkeit sich binnen 30 bis 45 Tage mit Saudi-Arabien über die Wideraufnahme der Rohölförderung in der neutralen Zone einigt. Die Kapazität der dortigen Ölfelder wird mit ca. 0,5 Mio. B/T angegeben. Diese sind bisher bei keinen Prognosen mit berücksichtigt und könnten die Balance und Vorhersagen noch einmal kräftig verschieben. "Diese zusätzlichen Barrel werden zu einem höchst unerwünschten Zeitpunkt auf den Markt kommen," so Analyst Stephen Innes, von AxiTrader.

Aktuell wird der Markt zwar als knapp versorgt angesehen, was auch die Backwardation Konstellation bei Brent andeutet, wo der Frontmonat etwa 2 Dollar teurer ist als eine Lieferung in 6 Monaten. Allerdings zeigen die aktuellen Risikopositionen der spekulativen Trader, dass man nicht unbedingt auf eine Rallye setzt. Die Netto-Long-Position bei Brent ist auf den niedrigsten Stand seit Januar diesen Jahres gefallen. Gleiches gilt für die reinen Long-Positionen, während bei den Short-Positionen auf dem höchsten Niveau seit Januar liegen. Bei WTI ist es noch extremer. Die Netto-Long-Position war ebenfalls seit Januar nicht mehr so niedrig, während die Short-Wetten das höchste Niveau seit Ende Dezember 2018 erreicht haben. Die Long-Positionen haben dabei das niedrigste Level seit mindestens Oktober 2013 - dem Beginn unserer Aufzeichnungen - erreicht.

Der Blick auf das kommende Jahr und die mögliche Überversorgung in der ersten Hälfte verhindern derzeit Wetten auf stark steigende Preise, weshalb selbst geopolitische Risiken zuletzt kaum in der Lage waren die Notierungen an den Ölbörsen nachhaltig zu stützen. Während die Regierung in Ecuador am Sonntag erklärt hat, die Ölexporte nach den Protesten wieder starten zu können, beginnen die Futures den Morgen in etwa auf den Niveaus vom späten Freitag. Momentan handeln diese noch in einer engen Spanne, sodass sich damit bei den rechnerischen Inlandspreisen aktuell klare Nachlässe zu Freitag andeuten.




Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.



 

 

 

 


 


 


 

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