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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

23.10.2018* 

22.10.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

79.39

8026

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

713.75

717.75

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9958

0.9954


 

 

Marktlage vom 23.10.2018 (Quelle Futures Service)  


Das Spannungsfeld an den internationalen Märkten zwischen bullishen und bearishen Faktoren bleibt weiter bestehen. Anfang des Monats schossen die Ölpreise mit der Aussicht auf eine sehr schnell knapper werdende Versorgungslage auf neue 4 Jahreshochs. Die iranischen Exporte sind deutlich stärker und früher gesunken als zunächst angenommen.

Mittlerweile hat sich die Lage allerdings etwas entspannt, da IEA, EIA und OPEC das Ölnachfragewachstum etwas schwächer einschätzen. Die US Rohölbestände haben in den vergangenen 4 Wochen über 22 Mio. Barrel zugelegt und befinden sich damit schon wieder über dem 5 Jahresdurchschnitt. Mittlerweile scheint sich so zumindest vorübergehend ein Gleichgewicht gebildet zu haben, sodass die Preise an der ICE seitwärts konsolidieren und die Abwärtsbewegung ausgereizt sein könnte.

Saudi-Arabien hat deutliche Produktionssteigerungen versprochen, wobei nicht klar ist, ob die höheren Fördermengen ausreichend sind, damit die Ausfälle des Iran ausgeglichen werden. Diesbezüglich bleiben noch viele Fragezeichen und Trader warten ab, wie sich die Zahlen in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln werden. Mit den Sanktionen gegen den Iran, bleibt die Skepsis allerdings bestehen und Trader werden größere spekulative Short-Positionen vermeiden.

Die Volatilität bleibt durch die Verunsicherung weiter hoch und das Risiko mittelfristig eher bullish. Unterdessen bleiben am deutschen Markt weiter die Versorgungsengpässe bestehen. Die Pegelstände befinden sich weiter auf historischem Tiefststand, sodass über den Rhein kaum Ware nachkommt. Lager haben immer wieder Versorgungsprobleme, rationieren ihre Mengen oder müssen den Verkauf am Spotmarkt vorübergehend einstellen.

Um die Versorgung in einem Mindestmaß aufrecht zu erhalten, werden aus anderen Regionen in Deutschland und dem Ausland Mengen hinzugekauft. Mittlerweile hat dies daher auch Einfluss auf die Preisaufschläge und Wartezeiten an den Ausweichladestellen. Für Ende der Woche sind ein paar Regenfälle gemeldet, sodass die Rheinpegel wieder leicht steigen könnten. Niedrigwasser wird aber auch damit vorerst bleiben und nicht die erhoffte große Erholung bringen.

Mit der nachgebenden Tendenz an den Ölbörsen in den Morgenstunden bleiben die großen Preissprünge zumindest rechnerisch aus. Die letzten Tage haben allerdings gezeigt, dass durch die knappe Versorgungslage hohe Aufschläge verlangt werden, sodass weiter mit großen Preissprüngen zu rechnen ist, die auch beim RPI immer wieder für starke Anpassungen sorgen.



Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.